Haftungsbedingungen und Grundsätze

Grundsätze zur Markierung und Benutzung von Schönstatt-Pilgerwegen

 

I. Präambel „Die Seele geht zu Fuß.“

Die Schönstatt-Pilgerwege führen zum Marienwallfahrtsort Schönstatt in Vallendar bei Koblenz am Rhein. Hier befindet sich das sogenannte Urheiligtum – das weltweit erste von ca. 200 Schönstattkapellchen. Dieser heilige Ort mit seinem Gnadenbild ist das spirituelle Zentrum der internationalen Schönstattbewegung.

Schönstatt-Pilgerwege verbinden Wallfahrtsorte, Schönstatt-Zentren, historisch und kulturell bedeutsame Orte miteinander. Dabei machen sie sich das bereits vorhandene Netz von Pilger- und Wanderwegen nutzbar. Die Pilgerwege sind mit einem einheitlichen Logo ausgeschildert. Nach und nach werden diese Wege eingerichtet.

Die Schönstatt-Pilgerwege zu erschaffen und zu erleben, dazu gehören neben den genannten Heiligtümern, Wallfahrtsorten und Schönstatt-Zentren auf dem Weg aber vor allem die Verbindung zu Gott, der Gottesmutter Maria und die Natur als Gottes Schöpfung. Wir möchten die Schöpfung Gottes bewahren und beschützen, ganz gleich, ob wir uns als Pilger auf den Weg begeben und den Wegen nach Schönstatt folgen oder die Markierungen für die spätere Nutzung der Pilgerwege anbringen oder ersetzen.

 

II. Grundsätze für die Markierung der Schönstatt-Pilgerwege

  • Wir markieren ausschließlich genehmigte Wegstrecken und beachten auch Änderungswünsche von Verbands- und Ortsgemeinden sowie von Landkreisen und Privatpersonen, auf deren Gelände wir Markierungen anbringen möchten.
  • Wir markieren hauptsächlich nur dort, wo bereits andere Markierungen angebracht sind.
  • Wir nehmen keine baulichen Maßnahmen vor (Aufstellen von Tischen, Bänken, Markierungspfosten u.ä.).
  • Das Markierungszeichen ist eine stilisierte weiße Kapelle auf dunkelblauem Grund mit und ohne Richtungspfeil. Zum Einsatz kommen Markierungsaufkleber (7×10 cm), Markierungsplaketten (Plastik, 7×10 oder 8×12 cm) und Farbmarkierungen (aufgesprüht, nur weiße Kapelle). Die Beschilderung richtet sich nach den Markierungsstandards Rheinland-Pfalz bzw. DIN 33466 „Wegweiser für Wanderwege“ .

    http://rlp.tourismusnetzwerk.info/download/LeitfadenWandern_K4_120420.pdf. Die Richtlinien für Rheinland-Pfalz beruhen auf den Markierungsrichtlinien des Deutschen Wanderverbands, des Deutschen Wanderinstituts, den Grundsätzen zur Markierung von Wanderwegen von der Europäischen Wandervereinigung (EWV) und DIN 33466 „Wegweiser für Wanderwege“.

  • Wir beschädigen mit unserer Markierung insbesondere keine Bäume, Unterstände, Waldhütten etc..
  • Aus Versehen entstandene Schäden melden wir umgehend an die Eigentümer.
  • Wir achten Privatbesitz und die damit verbundenen Eigentumsrechte, d.h. wir bringen keine Markierungen an, wenn die Zustimmungen der privaten Eigentümer nicht vorliegen.
  • Wir passen unsere Markierung dem Erscheinungsbild bereits vorhandener Markierungen an (z.B. Piktogramme, wenn diese vorrangig Verwendung in Bezug auf andere Markierungen finden etc.)
  • Jede Person, die Markierungen für die Schönstatt-Pilgerwege vornimmt, verpflichtet sich auf diese Verhaltensweisen und hält sich daran.
  • Ehrenamtliche Helfer bei der Markierung des Pilgerweges handeln als Privatpersonen eigenverantwortlich und sind nicht automatisch durch die Schönstatt-Bewegung abgesichert, d.h. es greift im Schadensfall die Privathaftpflicht- oder Krankenversicherung. Wer im Auftrag eines örtlichen Schönstatt e.V. oder einer Kirchengemeinde arbeitet, sollte Haftungs- und Versicherungsfragen vor einem Einsatz klären.

 

III. Grundsätze für die Benutzung der Schönstatt-Pilgerwege

  • Wir bleiben auf den Wegen.
  • Wir achten Tiere und Pflanzen.
  • Wir halten uns an die Vorschriften auf den Wegen.
  • Wir entsorgen unseren Müll sachgerecht und lassen ihn nicht in der Natur zurück.
  • Unser Verhalten ist stets christlich orientiert und gibt keinen Anlass zu berechtigter Kritik.
  • Schönstatt-Pilgerwege verlaufen auf jedermann frei zugänglichen Wegstrecken. Die Markierungen dienen als Orientierungshilfe für Individualwanderer oder Gruppen, die auf eigene Verantwortung unterwegs sind.Wir sind auf dem gesamten Weg auf eigene Verantwortung unterwegs. In Wald und Flur kommt das Bundeswaldgesetz zur Anwendung. §14 BWaldG:

    „(1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. (…) Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.“

     
 
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Posted on

17.04.2020

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